Die Gebäude, in denen heute die Kunsthalle Mainz untergebracht sind, waren einmal die Energiezentrale des Zollhafens für alle Kräne und Aufzüge. Entwickelt hat das gesamte Konzept Stadtbaumeister Eduard Kreyßig zwischen 1886 und 1889. In den allerersten Entwurfsplänen war der Lokschuppen – in dem sich das 7° befindet – allerdings noch nicht vorgesehen. Erkennbar waren damals lediglich Stumpfgleise, die darauf schließen lassen, dass an dieser Stelle – unmittelbar an der Ecke zwischen den Straßen „Am Zollhafen“ und „Rheinallee“ gelegen – ein Lokschuppen entstehen sollte.

Erst seit 1898 – also genau 110 Jahre vor Eröffnung der Kunsthalle und des angeschlossenen 7° – ist der gesamte Gebäudekomplex im Stil der Neorenaissance inklusive Lokschuppen belegbar. Zwei Gleise führten damals in den Seitentrakt, in dem die Hafenbahn untergebracht war und dort für Werkstattarbeiten zur Verfügung stand.

Der Gleiszugang erfolgte über die Hafenseite durch zwei Toreinfahrten.

Auch wenn der Lokschuppen erst einige Jahre später gebaut wurde und nicht unmittelbar funktionaler Bestandteil der ehemaligen Energiezentrale war, passt sich das Gebäude sowohl bei der Fassadengestaltung als auch bei der Gliederung perfekt in das Gesamtensemble ein. Die historische Dachkonstruktion und der Innenraum in dem unter Denkmalschutz stehenden Gebäude sind unverfälscht erhalten.

Heute schmiegt sich das 7° an seinen Namenspaten, den um sieben Grad geneigten Turm, der vom Berliner Architekten Prof. Günter Zamp Kelp entworfen wurde. Neben der inspirativen Kraft zeitgenössischer Kunst, die in der Kunsthalle zu bewundern ist, lässt sich im benachbarten Café der faszinierende Charme der allgegenwärtig spürbaren Hafengeschichte erleben. Die hochwertige Gestaltung und Ausstattung des historischen Innenraums hat die Bochumer Architektin Viki Kitzig übernommen.

Auf einer Fläche von rund 160 qm bietet das 7° alle modernen Voraussetzungen für Café, Bar, Lounge und Catering. In der warmen Jahreszeit können die Gäste im Freien sitzen und es lassen sich auch Veranstaltungen auf dem großzügigen Außenbereich mit Blick auf den Zollhafen durchführen. Kostenlose Parkplätze stehen am nahen Rheinufer ausreichend zur Verfügung.

 

Auszug aus der Hafenchronik zum 120 jährigen Hafenjubliäum

 

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